Assort. Basis 1 Doyard, Léclapart, Lassalle, Laval, Maillart, Péters

Art. Nr. 21195 / CHF 235.00exkl. 8% MwSt

Charakter-Paket zum Ausprobieren, je eine Flasche: Cuvée Vendémiaire Blanc de Blancs Brut N.V. 1er Cru | Champagne DOYARD Cuvée Préférence Brut N.V. | Champagne J. LASSALLE Cumières Brut Nature N.V. 1er Cru | Champagne Georges LAVAL Cuvée de Réserve, Blanc de Blancs Brut N.V. Grand Cru | Champagne Pierre PÉTERS Cuvée L‘Amateur Extra Brut 2013 | Champagne David LÉCLAPART Brut Millésime 2012 1er Cru | Champagne Nicolas MAILLART

Bestellen

 

WINZERCHAMPAGNER

Was passiert, wenn Menschen mit klaren Visionen und handwerklichem Können auf besten Lagen und mit eigener Handschrift Wein anbauen? Es entstehen herausragende Schaumweine mit Charakter! Winzerchampagner nämlich. Wenn Sie auf der Etikette den Kürzel RM finden, dann sind Sie richtig. Sie stehen für „Récoltant Manipulant“ und bedeuten, dass das prickelnde Erzeugnis aus eigenen Trauben produziert wurde. Hier sind Pioniere am Werk; Männer und Frauen mit Liebe für ihre eigenen Weingärten und mit Leidenschaft für den Champagner. Die Produktion ist winzig und nur 20 Prozent davon schaffen es überhaupt aus Frankreich heraus. Und einige Winzerchampagner gehören heute schon zu den kultigsten Champagnern überhaupt.

So ganz neu ist das Thema Winzerchampagner nicht wirklich. Das Problem war bislang aber an diese Champagner ranzukommen. Die Kenner holten sich die begehrten Tropfen direkt beim Winzer. Und für jene, die die Champagne nicht gerade als Reiseziel auf dem Programm hatten, war es fast unmöglich die Weine zu beschaffen. Heute sind viele gute Winzerchampagner auch in der Schweiz erhältlich.

Wer also die Champagne bislang für das langweiligste Weinbaugebiet Frankreichs gehalten hat, muss umdenken, respektive umschmecken. Denn Winzerchampagner bereichern das Spektrum an Weincharakteren und machen die Region zum Inbegriff für Kreativität. Hier ist jeder Weinberg und jeder Jahrgang ein neues Erlebnis und kein ewiger Einheitsgeschmack. Zudem arbeiten die meisten Winzer sehr naturnah, viele bauen biologisch an und immer mehr wenden sich dem Biodynamischen Anbau zu.

 

 „Wir sollten Wertiges trinken, damit es uns und unserer Erde gut geht.“

 

Ruhm und Bekanntheit, Glanz und Gloria und viele Feierlichkeiten werden schon lange mit Champagner in Verbindung gebracht. Wohlverdient. Der Verdienst gebührt den grossen Häusern, den Négociants (deren Kürzel ist NM und steht für „Négociant Manipulant“). Jeder kennt die Namen Moët & Chandon, Bollinger, Pommery u.a.m. Sie haben mit enormem Engagement und Investment dafür gesorgt, dass ihre Marken wie zum Beispiel Dom Pérignon weltweit auch jenen bekannt sind, die gar keinen Champagner trinken. Der Export der grossen Häuser liegt nämlich bei 55 Prozent ihrer Gesamtproduktion.

Sie haben die Technik der Champagnerherstellung vorangetrieben, sie stetig verbessert und verfeinert. Nirgendwo sonst gelingt die Assemblage in solcher Genauigkeit und beständiger Qualität wie hier. So wird beispielsweise Champagner ohne Jahrgangsangabe, der 80 bis 90 Prozent der Gesamtproduktion ausmacht, aus Hunderten von verschiedenen Grundweinen komponiert. Ca. 70 Prozent davon bestehen aus dem neuesten Jahrgang. Den Rest bilden Weine aus älteren Jahrgängen, so genannte Reserveweine. Ein Ziel ist es, durch diesen Verschnitt eine hauseigene, immer gleichbleibende Stilistik zu erreichen. Die Champagner sollen jedes Jahr so ähnlich wie möglich schmecken – beständig, verlässlich, vertraut. Und zugegeben, die hohe Kunst der Assemblage der grossen Häuser ist bemerkenswert. Und viele Spezialcuvées sind ein wahrer Traum. Ihre Basis-Champagner aber bieten mit wenigen Ausnahmen kein wirklich nennenswertes Geschmackserlebnis.

So veranschaulicht Vincent Laval den Gesundheitszustand einer Rebe und die Konsequenzen von Pestiziden. Die ungesunde wetteifert auf der Bodenoberfläche horizontal mit den benachbarten Reben. Die putzige ist lang, wurzelt tief und holt sich alle notwendigen Nährstoffe aus allen Bodenschichten. 

 

So einfach ist die Geschichte aber leider nicht, denn die Beziehung zwischen Négociants und Winzern war nicht immer einfach. Es gab Zeiten, da waren die grossen Häuser reich und mächtig und die Winzer arm und ohne Einfluss. Ein Ass im Ärmel allerdings hatten die Weinbauern immer schon. Und zwar einen sehr wichtigen – ihre Rebberge und somit die Basis für den Champagner. Um selbst Champagner herzustellen, fehlte es ihnen jedoch am erforderlichen Kapital, an der technischen Ausstattung, an Lagermöglichkeiten und Vertriebskanälen. Erst Anfang des 19. Jahrhunderts begannen die ersten Champagner-Winzer mit der eigenen Produktion.

Heute herrscht zwischen den Vignerons und den Négociants eine Kombination aus Zusammenarbeit und Konkurrenz. Man braucht sich gegenseitig. Die Négociants sind auf das hochwertige Rebgut der Vignerons angewiesen. Auf der Gegenseite sichern die Négociants den Winzern die Abnahme der Trauben. Und obwohl die 15’700 Winzer satte 90 Prozent (!) der Rebberge besitzen, vermarkten nur 5’000 von ihnen ihren eigenen Champagner. Nach wie vor haben die rund 300 Champagnerhäuser bezüglich Produktion und Vertrieb die Nase vorn und sind für ca. 70 Prozent des gesamten Verkaufsvolumens verantwortlich. Darunter gibt es sehr viele hervorragende Champagner.

Wer nun aber den sicheren Boden des vertrauten Champagner-Aromabilds verlässt, kann sich auf eine spannende Entdeckungsreise begeben, auf der ihm facettenreiche Gewächse begegnen werden. Keine glanzvollen international bekannten Namen, sondern Weine mit viel Persönlichkeit, in kunterbunter Vielfalt, einzigartig und gerade deshalb auch mit Wiedererkennungswert. Denn Terroir und Jahrgang kommen im Winzerchampagner einfach besser zur Geltung. Wenn man einmal davon infiziert ist, ist es schwer, sich diesem Zauber zu entziehen. Da entfacht dann schon des Öfteren der Wunsch, ein charmantes Winzer-Tröpfchen einfach so und ohne besonderen Anlass trinken zu wollen. Ganz einfach, weil es lecker ist! Einen Grund mehr braucht es dafür wirklich nicht.

 

 

 

 

Die Champagner von Pierre Péters gehören zu den gesuchtesten Winzerchampagnern überhaupt. Im Herzen der Côte de Blancs, in der Gemeinde Le Mesnil sur Oger, winzert der Familienbetrieb bereits seit 1919 eigenen Champagner. Camille Péters gehörte damit zu den ersten, die ihre Weine unter eigenem Namen verkauften. Seit 2008 wird der Familienbetrieb in sechster Generation von Rodolphe Péters geführt. Seither ist eine weitere Qualitätssteigerung zu verzeichnen.

19 Hektar Rebland werden bewirtschaftet und liegen hauptsächlich in Le Mesnil sur Oger, Oger, Avize und Cramant. Man legt sehr grossen Wert auf eine möglichst naturnahe Weinbergsarbeit um reife und gesunde Trauben zu ernten. Aber auch der Pressung wir viel Aufmerksamkeit geschenkt, die gemäss Rodolphe Péters sanft und langsam zu erfolgen hat.

Bei Péters hat man sich voll und ganz dem finessenreichen Chardonnay verschrieben.

Auf eine gewisse Art und Weise sind diese Champagner zwar klassische Côte de Blancs aber mit einer unglaublichen Präzision, nach vorne rasender Säure und frischer Frucht, einer gefeilten, allerfeinsten Bitternote und dazu passend einer ausgeprägten Mineralität. Die geringe Dosage lässt sie straff erscheinen aber dabei puristisch und ausbalanciert. Eine Delikatesse und nur für Champagnicionados. 

 

 

 

Wenn man nur schon an die Champagner von David Léclapart denkt, kommt man nicht umhin ein wenig philosophisch zu werden. Wenn man sie aber geniesst, vergisst man ohnehin alles rundherum. Was bleibt ist pure Energie, Aufrichtigkeit, Reinheit und viel Genuss. Wenn man den Meister dahinter erst einmal kennengelernt hat, verwundert das auch nicht weiter. Seine Reben strotzen nur so vor Freude und Gesundheit und reflektieren irgendwie diese allgegenwärtig positive Haltung. Hier werden die biodynamischen Prozesse nicht nur angewendet, hier werden sie gelebt. Das ist sagenhaft viel Arbeit! Und Risiko. Denn das Wetter ist gerade in der Champagne nicht einfach. Mehltau nicht selten. Das verdient Respekt! Und dabei auch in schwierigen Jahren einen nicht nur guten, sondern einen sehr guten oder gar hervorragenden Wein hervorzubringen, das ist schon eine enorme Leistung. Davor ziehen wir den Hut.

Und dabei ist die Erfolgsgeschichte eigentlich eine junge. Weinbau betreiben die Léclaparts in der Montagne de Reims schon seit Generationen. David übernahm den elterlichen Betrieb aber erst im Jahre 1998. Und schon bald darauf hatte er die Aufmerksamkeit der Kenner. So sind seine Weine im Weinkeller von Champagnerfreaks genauso häufig anzutreffen wie auf den Weinkarten von Sternelokalen in der ganzen Welt.

Seine 3 Hektar Weinberge sind mit Chardonnay bestockt und auf 22 Parzellen in Trépail verteilt. Ganz wenig Pinot Noir wird für den stillen Coteaux Champenois verwendet (vielleicht dereinst auch wieder für einen Rosé). Alle Cuvées beinhalten immer nur einen einzigen Jahrgang. Das heisst, hier arbeitet man ohne Reserve-Weine und überlässt damit jedem Jahrgang seine eigene Bühne. Für die alkoholische Gärung sind nur natürliche Hefen im Einsatz. Im emaillierten Stahltank wird die Cuvée Amateur und zur Hälfte auch die Cuvée Artiste ausgebaut. Bei allen anderen Weinen erfolgt der Ausbau in gebrauchten Eichenfässern von der Domaine Leflaive im Burgund. Alle Weine durchlaufen die malolaktische Gärung, um den Schwefeleinsatz zu vermeiden. Danach wird bis kurz vor Erntebeginn des kommenden Jahrgangs auf der Hefe geruht. Keine Schönung, keine Filtration, keine Dosage. Aus Platzmangel werden die Weine sehr jung freigeben. Deshalb ist es empfehlenswert, den Weinen noch eine gewisse Reifezeit im Keller zu gönnen. Die Champagner von David Léclapart gehören zweifelsohne zu den feinsten. Aber auch zu den kompromisslosesten. Sie sind subtil und komplex zugleich. Manchmal sind sie voll aufgeblüht, manchmal verschlossen. Oft kann man sie aus dem Dornröschenschlaf wecken, indem man vorsichtig dekantiert. Oft sind sie rassig, immer aber finessenreich und puristisch mit einer herzhaften Komplexität, geprägt von Trépails Kreideböden. Mehr Originalität geht nicht.

 

 

Hier in Cumières bei Vincent Laval gibt es eine klare Botschaft: Nur gesunde Reben ergeben gute Weine. Dieses Ziel stets vor Augen wird ein naturnaher, ökologischer Weinbau betrieben.

Wie es begann: In einer Reportage von Jacques Cousteau wurde über den Fund von Pestizidrückständen in der arktischen Eiskappe berichtet. Diese katastrophale Auswirkung bewegten Georges Laval dazu, seine Weine fortan biologisch anzubauen. Und man bedenke - im Jahre 1971 war das eine wahrlich mutige Entscheidung.

Vincent, sozusagen im Weinberg aufgewachsen, übernahm das Ruder 1996 und setzte die Arbeit im Sinne seines Vaters weiter: Biologischer Anbau, Respekt vor der Natur und der Erhalt von Aroma und Geschmack des Terroirs.

Er sieht seine Arbeit darin, den ganzen Schöpfungsprozess unterstützend zu begleiten und damit die Eigenschaften jeder einzelnen Parzelle im Wein zu reflektieren.

Der Betrieb ist in Cumières zu Hause, wo auch die Rebberge liegen und sich in 7 Parzellen aufteilen. Es werden die drei klassischen Champagner-Rebsorten Pinot Noir, Pinot Meunier und Chardonnay angebaut. Im Durchschnitt haben die Reben ein Alter von mehr als 30 Jahren, einige sind sogar älter als 70 Jahre. Diese ergeben die feinsten Trauben.

Der Betrieb ist familiär. Auf 2,5 Hektar wird von 6 Händen jährlich eine überschaubare Menge von 9'000 Flaschen vinifiziert. Diese sind rasch an einige wenige Kenner verteilt und so wundert es dann auch nicht, dass man auf wine-searcher selten fündig wird. Der starke Terroir-Ausdruck seiner Weine rührt auch grösstenteils daher, dass er die Dosage einfach weglässt. Er möchte in seinen Weinen die Herkunft, das Klima, den Boden und den Jahrgang spüren. Unverschleiert, rein.

Die Trauben werden in sehr reifem Zustand von Hand gelesen und gelangen schnurstracks in die traditionelle Champagnerpresse. Es kommen nur Naturhefen zum Einsatz und der Ausbau erfolgt in Holzfässern. Die Weine kommen spät, erst nach etwa zehn Monaten, auf die Flasche und werden weder geschönt noch gefiltert. Geschwefelt wird so wenig wie möglich und nur so viel wie wirklich nötig.

Die Champagner von Vincent Laval sind in ihrer Jugend manchmal noch etwas ungestüm. Sie besitzen aber immer etwas Magisches. Einmal daran geschnuppert will man mehr. Mehr von diesem Mal wild, mal gezähmt anmutenden, mal direkt, mal geheimnisvoll beeindruckenden Champagner. Es ist wohl auch die Spannung, die all seine Weine halten können. Hineinschnuppern, wirken lassen, nochmals schnuppern und dann nicht erwarten können den Saft zu probieren. Whooom! Trocken! Oder doch nicht? Diese Fülle, dieses Gaumenspiel, diese Mineralität, dieses fruchtsüsse und vinöse Finale! Und genau dieses Ying und Yang machen diese Tropfen so interessant. Betörend zusammenpassend ungleich eben.

 

 

 

Seit zwölf Generationen winzern die Doyards und seit vier Generationen erzeugt der Familienbetrieb Champagner aus eigenen Trauben. Man ist sogenannter Récoltant-Manipulant, was auf der Etikette mit der Abkürzung RM deklariert wird.

Seit einigen Jahren führt Jungwinzer Charles den Familienbetrieb und das macht er mit viel Hingabe und grossem Erfolg.

Zu Hause ist man in Vertus an der Côte des Blancs. Die Anbaufläche ist überschaubar: Chardonnay wird auf 10 Hektar in Vertus (1er Cru), Le Mesnil sur Oger, Oger, Avize und Cramant (Grands Crus) angebaut. Pinot Noir lediglich auf einem Hektar in Vertus (1er Cru) und Aÿ (Grand Cru). Das Durchschnittsalter der Reben beträgt stolze 40 Jahre.

Ohne viel Aufhebens betreibt man naturnahen Weinbau und verzichtet auf Chemie bereits seit Anfang der 90er Jahre. Sowohl biologischer als auch biodynamischer Weinbau kommen hier zur Anwendung. Nur das allerbeste Traubengut wird für die eigenen Champagner verwendet. Der Rest, was die Hälfte des Gesamtertrags ausmacht, wird an Négociants verkauft. Man merkt hier sehr schnell: Auf eine rigorose Weinbergsarbeit wird sehr viel Wert gelegt und entsprechend aufwändig wird sie betrieben. Das Resultat sind gesunde, ausgereifte Trauben.

Da kann man es sich dann auch leisten, im Keller der Natur die Zügel locker zu lassen und nur dort einzugreifen, wo es nötig ist. Aber auch hier geht die Qualität vor. Und da steht sie, die Presse, der Rolls-Royce unter den Pressen und konsequenterweise presst sie den Wein hier nur einmal. Dafür wird diese eine Pressung in drei Serien eingeteilt. So stammen die Jahrgangsweine nur von den ersten zwei Serien. Qualitätsdenken vom Feinsten. Der Ausbau der Grundweine findet zur Hälfte in gebrauchten Holzfässern statt. Auf die Bâtonnage wird zu Gunsten der Eleganz verzichtet. Ebenso auf die malolaktische Gärung zu Gunsten der Frische. Jetzt schlummern die Weine lange auf der Hefe, verschlossen mit einem Naturkork und nicht mit einem Kronkorken. Das sind die Doyards eigen. Sie schätzen die Tradition und erhalten sie überall dort, wo sie der Qualität auch dienlich ist. Der Naturkork bewirkt aber auch einen geringeren Kohlensäuredruck und somit eine feinere Perlage.

Doyard’s Champagner sind nicht laut, sie haben nichts Aufdringliches. Aber sie haben viel zu sagen. Was sie auszeichnet ist eine unverfälschte Eleganz in Kombination mit Mineralität und feinem Fruchtspiel. Keine Aromakomponente dominiert aber alle zusammen bäumen sich auf zu einem stimmigen Gesamtbild. Und sorgen für genussvolle Momente.

 

 

 

Die Maillarts blicken auf eine traditionsreiche Winzergeschichte zurück, die sich bis ins Jahr 1753 zurückverfolgen lässt. Seit 2003 sind die Zügel in den Händen von Nicolas Maillart und zwar in neunter Generation. Ganz im Sinne der 300 Jahre alten Tradition arbeitet man dahin, das Champagner-Terroir bestmöglich zum Ausdruck zu bringen.

Zum grössten Teil (75%) wachsen auf den rund 10 Hektar in der Montagne de Reims Pinot-Noir-Reben und zwar auf ausschliesslich Grand- und Premier Cru-Lagen. Sie sorgen für die Kraft in den Weinen und die Chardonnaytrauben liefern die nötige Finesse und Eleganz.

Eine Besonderheit sind die Parzellen, die 1973 mit ungepropften (wurzelechten) Pinot-Noir-Reben bepflanzt wurden. Und zwar mit solchen, die nach der Reblaus-Katastrophe eigene Wurzelsysteme entwickelt haben. Über dreissig Jahre später gedeihen die Pflänzchen bestens und erbringen erstklassige Trauben. Zur Hälfte befindet sich der Rebgarten an einer Hanglage mit Sandböden und blieb deshalb von der Reblaus verschont. Maillart beschloss von hier einen ganz besonderen Champagner zu erzeugen. Und auch nur in den besten Jahren.

Nachhaltiger Weinbau ist hier Pflicht und untersteht dem Label HVE (high environmental value). Das bedeutet Biodiversität, Schädlingsbekämpfungs-Strategie, wasserwirtschaftliches Management usw.

Im Weinkeller wird den ersten 5 Stunden besondere Beachtung geschenkt. Je nach Traubenzustand erfolgt der Ausbau in Holz oder Stahl. Die Reserveweine reifen teilweise in Holzfässern. Wenn die Zeit der Assemblage gekommen ist, stehen verschiedene Grundweine zur Auswahl. Damit kann die Konsistenz der Qualität gesichert und der individuelle Ausdruck im Champagner gewählt werden.

Durch den hohen Pinot-Noir-Anteil wirken die Weine stets ein wenig burgundisch und vinös. Für Burgunderliebhaber das perfekte Pendant in punkto Champagner also. Der nicht unbedeutende Anteil an Reserveweinen verleiht diesen saftigen Cuvées Fülle und Frucht. Sie eignen sich deswegen ganz hervorragend als Essensbegleiter.  

 

 

 

Wir befinden uns im Herzen der Montagne de Reims, im charmanten und wohlklingenden Dörfchen Chigny-les-Roses.

Das Weingut ist seit der Gründung 1942 durch Jules Lassalle in Familienbesitz. Nach seinem Tod im Jahre 1982 übernahm seine Frau Olga und Tochter Chantal die Führung. 2006 gesellte sich Angéline dazu, die Enkelin des Gründers. So arbeiten drei Frauengenerationen Hand in Hand. Sie bewahren den einzigartigen Stil und den hohen Qualitätsstandard des Gründers - und sie bereichern ihn mit einer femininen Note.

Auf den 16 Hektaren Grand- und Premier-Cru-Lagen sind zu 48% Pinot Meunier, zu 22% Pinot Noir und zu 30% Chardonnay angebaut. Aus Überzeugung werden sowohl im Weinberg als auch im Weinkeller die traditionellen Methoden streng eingehalten. So erfolgen die Arbeitsgänge wie zum Beispiel die Rémuage - das Rütteln der Flaschen - konsequenterweise von Hand und reifen dann für mindestens 5-10 Jahre auf der Hefe. Es wird nur die Cuvée, d. h. der Saft der ersten Pressung, für die Champagnerherstellung verwendet. Die malolaktische Gärung wird nicht konsequent durchgezogen – und wenn, dann langsam. Überhaupt gehen die Frauen im Keller sehr vorsichtig mit den Säften um, so mit einer nur dezenten Filtration und ohne energisches Umpumpen.

Hier entstehen von sanften Händen erzeugte, köstliche Juwelen. Eine Kombination aus femininer, delikater Finesse und rassigem Charakter. So kann auch Parker diesem Charme nicht wiederstehen, erachtet das Weingut als besonders empfehlenswert und adelt mit 5 Sternen. Weltklasse-Champagner für anspruchsvolle Gaumen und zu mehr als moderaten Preisen.

 

Tipp des Monats

Truthahn, Gans, Ente oder Braten – was passt besser als ein saftiger Cabernet Sauvignon!

Weitere Beiträge
Unsere Geschäfts-Philosophie ist: Allerhöchste Qualitätsstufe zu bestmöglichem Preis.

Jeden Monat stellen wir Ihnen eine Rebsorte vor – und dazu unsere Lieblingsweine.

von Lesern des FINE Magazins mehrfach gewählt. Wir freuen uns sehr darüber und danken!

Ob, wann und wie man Weine frappieren, chambrieren, dekantieren oder avinieren sollte.

Unsere Weine

Zentrum für feinste Weine der Welt. Wir haben sie alle – von den Prestigeweinen bis zu den best-buys.


Eine der weltweit schönsten Burgundersammlungen - für Sie mit Liebe und Passion gesammelt.


Dafür muss es nicht Geburtstag oder Silvester sein. Wir finden Champagner passt einfach immer!


Sie suchen aufregende Charakterweine? Rhône! An denen muss man sich zwar reiben – aber genussvoll.